Mechanische Türsicherung = bessere Wirkung

Die Absicherung einer Tür darf sich prinzipiell nicht auf bestimmte Bereiche, etwa auf das Schloss oder sogar nur den Schließzylinder, beschränken. Jede Tür ist nur so sicher wie ihr schwächstes Bauteil!

Basisausstattung jeder Eingangstür sind geprüfte Sicherheitsschließbleche mit Mauerankern, stabile Einsteckschlösser, Schutz Beschläge mit Ziehschutz sowie Türzylinder mit Sicherungskarte. Der mechanische Grundschutz wird durch die fachgerechte Montage von Panzerriegel-Schlössern, oder alternativ Tür-Zusatzschlössern und Scharnierseiten-Sicherungen erreicht. Voraussetzung ist eine ausreichende Stabilität der Türkonstruktion.

Beschläge

Überstehende Schließzylinder, ein von außen abschraubbarer oder sogar abbiegbarer Schutzbeschlag sind eine Einladung für Einbrecher.

Ein geprüfter, einbruchhemmender Schutzbeschlag erschwert das Abdrehen, Ziehen oder Durchschlagen des Schließzylinders bei einem Einbruch. Der Schutzbeschlag muss den Schließzylinder eng umschließen und von innen stabil verschraubt sein.

Schließbleche

Ein großer Schwachpunkt bei den meisten Türen ist die unzureichende Stabilität und Befestigung der Schließbleche. Bei einem Aufbruchversuch durch Aufhebeln der Tür brechen sie noch vor dem Türblatt meist als erste weg. Abhilfe schaffen hier spezielle Sicherheitsschließbleche.

Panzerriegel

Ein sehr hohes Maß an Sicherheit bieten Querriegelschlösser, auch Panzerriegel-Schlösser genannt. Die Tür wird über die gesamte Breite beidseitig zusätzlich zum Grundschloss verriegelt. Die beiden Riegel greifen fest in die mit dem Mauerwerk verankerten Schließkästen ein. Der Riegel kann sowohl von innen als auch von außen mit einem Schlüssel geschlossen werden.

Werden Querriegel und Grundschloss mit dem gleichen Zylinder ausgerüstet, erhöht sich erfahrungsgemäß die Häufigkeit der Nutzung der Zusatzsicherung. Der Zylinder sollte von außen durch eine Kernziehschutzrosette gesichert werden. Da der Querriegel auf dem Türblatt montiert wird, beeinträchtigt er die Optik der Tür auf der Innenseite sehr stark. Auf der Außenseite zeigt die mittig unter dem normalen Schloss befindliche Schlüsselrosette an, dass diese Tür zusätzlich gesichert ist. Einbruchversuch also zwecklos.

(Tür-) Zusatzschloss

Zusatzschlösser erhöhen den Widerstandswert der Türen. Neben dem Schutz vor Einbruch kann zum Beispiel mit einem Zusatzschloss auch der Personen- oder Anwesenheitsschutz aufgewertet werden, da ein Sperrbügel ein unerwünschtes Eindringen verhindert.

Zusatzschlösser können entweder nur von innen oder auch beidseitig geschlossen werden. In Türen mit nicht durchbruchsicheren Glaseinsätzen darf ein Zusatzschloss mit Drehknopf nicht verwendet werden, da durch Einschlagen der Scheibe ein leichter Zugriff auf das Schloss besteht.

Schlösser (Panik und SVP Schlösser)

Einsteckschlösser

Wie schnell zieht man seine Wohnungstür nur ins Schloss, wenn man mal kurz zum Brötchen holen geht. Eine solche Tür ist schnell aufgehebelt, und die Versicherung zahlt dann auch nicht. Und wer schließt schon seine Wohnungstür ab, wenn er zuhause ist?

Für solche Fälle kann man ein selbstverriegelndes Einsteckschloss einsetzen. Beim Schließen der Tür wird automatisch ein Riegel vorgeschoben, dadurch wird ein Zuschließen überflüssig. Von Innen kann die Tür ganz normal mit dem Türdrücker geöffnet werden. Von außen über den Schlüssel natürlich auch.

Anti-Panikschlösser

Panikschlösser sind die einfachste Möglichkeit, Notausgangstüren frei begehbar zu halten. Charakteristisch für diese Schlösser ist, dass man jederzeit von innen, auch bei vorgeschlossenem Riegel, über den Türdrücker oder eine Panikstange die Tür öffnen kann.

Selbstverriegelndes Panikschloss

Eine Sonderform der Panikschlösser, die immer häufiger zum Einsatz kommt, sind die selbstverriegelnden Panikschlösser (SVP). Diese sind als mechanische Ausführung oder als elektronische Variante zu erhalten (siehe Motorschlösser).

Diese lösen ein gravierendes Problem der normalen Panikschlösser. Nach der Betätigung des Drückers ist bei diesen Schlössern die Tür nicht mehr verriegelt. Eine erneute Verriegelung kann nur mit einem berechtigten Schlüssel erfolgen. Dieser ist aber oftmals nicht vorhanden. Ebenso kann man die Riegelstellung bei geschlossener Tür nicht erkennen. Auch dieses kann nur mit Hilfe eines berechtigten Schlüssels geschehen.
Das ist sehr zeitaufwendig und wird meist unterlassen. Das selbstverriegelnde Panikschloss löst dieses Problem mit Hilfe einer zusätzlichen Steuerzunge in der Falle oder im Stulp. Diese löst beim Einfahren in das Schließblech den beim Öffnen der Tür gegen eine Feder gespannten Riegel und verriegelt so die Tür.

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